Margaux und die Banditen

Drei Farben... trzy kolory

Blau, Weiß, Rot...

Das Werk des großen polnischen Regisseur Krzysztof Kieślowski - die Filmtrilogie "Tricolore: Blau, Weiß, Rot" ist die Ausgangsbasis für eine künstlerische Auseinandersetzung mit den drei Farben und den Begriffen, die sie beinhalten - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Auf assoziativer und intuitiver Basis beschäftigt sich die deutsch-polnische Gruppe "Margaux und die BANDiten" auf musikalischer und poetischer Ebene mit dem Inhalt und mit den Emotionen, die die Filme von Kieślowski auslösen.  Die Gruppe bringt alte und neue polnische Lieder in Beziehung zu deutschen. Eigene und "geliehene" Texte werden übersetzt oder im Original dargeboten und/oder vertont. Begleitet wird die Band in einer medialen Performance von der Installation des Videokünstlers Thomas Enbergs. Er lässt sich von Stimmungen der Musik inspirieren, bringt eigenes und Tricolore Filmmaterial zusammen.  Die Konzerte waren im Herbst 2010 zugleich der Auftakt der Filmpräsentation der Trilogie von Krzysztof Kieślowski (OmdU)  im "sweetsixteen Kino im Depot" in Dortmund. 

Herzsplitternackt    ... Nagie serce

Herzsplitternackt - woran denkst du? An einen Herzsplitter... an splitternackt? Denkst du an  eine tragische Liebesgeschichte, an das alte Lied von Verlassen und Verlassen werden? Oder ist es die Geschichte einer Entblößung, die Geschichte von Wehrlosigkeit, von Heimatlosigkeit, von der hoffnungslosen Suche nach Wurzeln? Ist es etwa der Moment im Leben, wo wir uns über uns klar werden, den nackten Tatsachen ins Auge sehen, unsere Vergänglichkeit in jeder Falte und Geste, in jedem Schmerz erkennen, unsere Umwelt, die Gesellschaft und ihre Rituale aus einer Distanz betrachten, uns fremd fühlen... und kraftlos (Gefühle - K. Tucholski, Fatamorgana - E. Lipska)? Wo wir uns fragen - wo ist mein Platz auf der Welt und „was tut man, um zu sein?“ (G.Kreisler), oder: „wie leben - fragte mich jemand, den ich hatte dasselbe fragen wollen...  “  

Was bleibt?  "...weiter und so wie immer" und ein böses Augenzwinkern: "ungeachtet der Länge des Lebens... hat der Lebenslauf kurz zu sein..."(W. Szymborska) - der Abend wird es sicher nicht..............

Polnische und deutsche Chansons, bekannte und unbekannte,  geliehene und eigene –  umschlungen von wunderbarer Musik, verwoben mit tiefgründiger und witziger Poesie – das neue Programm der Banditen bettet die Zuhörer in eine lebendige, phantasievolle Klangwelt mit überraschenden Improvisationen und eindringlichen Partituren für Stimme , Kontrabass, Piano & Akkordeon...

...denn Chanson mag Jazz.

 

Also habe ich zwei Herzen

      ...więc teraz serca mam dwa

...singt Margaux Kier. Die Schauspielerin, die von Kind an zwischen Polen und Deutschland pendelt, hat gemeinsam mit den Banditen ein Programm zusammengestellt, das zum Dialog einlädt. Sie und die exzellenten Musiker nehmen uns mit auf eine Reise von Deutschland nach Polen...und zurück.

Die Stationen der Reise sind Lieder der Liebe, so sehnsüchtig und begehrlich, so selbstbewusst und zärtlich, so kompliziert und einfach, wie die Frauen und Mädchen, von denen die Geschichten handeln. Geschichten von Liebe und Lieblosigkeit, alt und neu, diesseits und jenseits der Grenze. Sie sind so verschieden und so ähnlich, wie es sich eben in zwei Nachbarländern mit einer so bewegten gemeinsamen Vergangenheit ereignen kann.

Es ist spannend die deutschen und polnischen Klassiker gegenüber oder nebeneinander zu stellen: Brecht, Mlynarski, Osiecka, Tucholski und Konieczny, Mikuła, Raaben, Weill; daneben neue deutsche Chansons, aufgeklärt und romantisch... von Edith Jeske und Rainer Bielfeldt, bewegend von Barbara Thalheim. Lieder der Autorin und Komponistin Inessa Barszczewska oder der Gruppen "Bajm" und "Varius Manx" wahren die polnische Tradition, aber - Vorsicht! - das ist gesungene Poesie, die süchtig macht!

 

"Niech żyje bal...und ewig wollen wir tanzen"

ist der Titel des neuen Chansonprogramms in polnischer und deutscher Sprache von Margaux und die Banditen.

Das Leben ist ein Ball, der Ball der Bälle... lasst uns hingehen, denn ein zweites Mal laden sie uns nicht ein. Das Leben ist ein Tanz - worin zeigt sich das besser als in einem Lied?

Margaux und die Banditen haben aus dem polnischen und deutschen Chansonrepertoire die Juwelen herausgesucht, wunderbare alte und neue Poesie vertont und eigene Texte geschrieben. Margaux Kier spielt und singt, begleitet von den exzellenten Musikern, Achim Schröter am Saxophon und Klarinette, Daniel Speer am Kontrabass und Florian Weber und Jura Wajda am Piano. Gemeinsam präsentieren sie ein Programm der übermütigen Lebensfreude und Lebenslust durchdrungen von dem Schauer der Vergänglichkeit.

Stand: 27.02.11 gestaltung@margauxunddiebanditen.de